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Vortrag und Diskussion

„Hurra, wir dürfen zahlen“

Warum die Deutschen die Reichen entlasten wollen

Und die Fakten machen auch die Leserin oder den Zuhörer wütend: Die Mittelschicht - dazu zählen Singles mit einem Einkommen zwischen monatlich 1000 und 2000 Euro netto und vierköpfige Familien mit einem Einkommen zwischen 2100 und 4600 Euro - zahlen am meisten: Während Arbeitnehmer bis zu 53 Prozent ihrer Arbeitskosten als Steuern und Sozialabgaben abführen, versteuert ein Millionär im Schnitt seine Einkünfte mit 32 Prozent.

Warum aber akzeptiert die Mittelschicht Steuer- und Sozialgesetze, die einseitig die Reichen begünstigen? Herrmanns provozierende Antwort: Die Mittelschicht „schielt nach oben“ und grenzt sich massiv nach unten ab.
An diesem Abend analysiert Ulrike Hermann die wundersame Vermehrung der Milliardäre, die Renaissance des Adels, die Rückkehr der Dienstboten, die Verachtung der Unterschicht und den fatalen Glauben der Mittelschicht, sie sei privilegiert.

Ulrike Herrmann geboren 1964, Wirtschaftskorrespondentin der Tageszeitung taz, ist ausgebildete Bankkauffrau, hat Geschichte und Philosophie studiert und ist ein typisches Mittelstandskind. Sie stammt aus einem Vorort von Hamburg, wo alle Bewohner an den gesellschaftlichen Aufstieg glaubten.


Eine Kooperationsveranstaltung des Hessischen ver.di Bildungswerks mit der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB)


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